Frau Staatsministerin Dorothee Bär – das wäre doch etwas für Sie!

ITB die Zweite – wenn das Bundesmeldegesetz state-of-the-art wäre, …

… wäre die Customer Journey fast perfekt. Denn die Fortführung der Customer Journey, die nach der Hinführung zu unserem Produkt und der Kaufentscheidung steht, wird empfindlich unterbrochen. Per Gesetz.

Wir bauen tolle Homepages, die auto responsive auch das letzte Device erreichen. Wir setzen uns eine handliche und übersichtliche Onepage-Booking Engine auf die Seite, um möglichst viel Umsatz über die eigene Website und ohne wie auch immer geartete Kommissionen zu generieren und unterstützen das Ganze mit einem menschlichen oder digitalen Revenue Manager. Der Kunde ist begeistert, bucht, erhält eine Bestätigungsmail mit Back-Link zu seiner Reservierung, um Änderungen durchführen zu können, checkt am Anreisetag mobil ein und könnte nun, mittels Mobile Key Technology, direkt auf sein Zimmer gehen, um sich vom Stress des Tages zu erholen. Wenn da nicht diese lästige, kleine Unterschrift wäre, die es dank veralteter Bürokratie auf dem Meldeschein zu leisten gilt. Da stört auch ein attraktiver Check-in Kiosk die Reise, stellt dieser doch einen vielleicht unerwünschten Zwischenstopp auf seinem Weg zur Oase der Ruhe dar. Diese lästige und stark in die Jahre gekommene Regelung stört den letzten Teil unsere Customer Journey zur Zeit noch empfindlich, würde sich doch das digitale Erlebnis für den Gast mit einem mobilen Check-out am Abreisetag durchgängig fortsetzen.

Die Hotellerie kennt die unglaubliche Fülle an Gesetzen, Vorschriften und EU-Richtlinien, die es zu erfüllen gilt, und leidet meist still. Ein Teil der Gesetze ist absolut notwendig, ein anderer Teil sinnvoll oder gerade noch grenzwertig. Der Rest muss sich als restlos überflüssig oder hirnrissig bezeichnen lassen. Viele der Vorschriften, besonders diejenigen aus Brüssel, kosten die Hotellerie meist viel Geld. Bei unserem winzigen Problem handelt es sich jedoch um eine Kleinigkeit, d.h. die Anerkennung einer digitalen Unterschrift. Nicht mehr und nicht weniger. Es würde niemanden etwas kosten diese Regelung, die in digitaler Zeitrechnung aus den 20er Jahren stammt, in der Realität aber im Jahr 2015 verabschiedet wurde, einfach zu ändern. Aber in einer Zeit, in der noch viele Rathäuser mit Windows XP arbeiten …

 

Foto: Fotolia #194132639 | Urheber: ra2 studio

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